Individuelle Beratung +49 6838 97950-25
Optimale Lagerbedingungen
Über 25 Jahre Weinkultur aus Leidenschaft

T_partnertag: 99522
T_Kundennummer: <!--#4DHTMLVAR T_kundennummer--> : Undefiniert
T_KundenID: <!--#4DHTMLVAR T_KundenID--> : Undefiniert

Weingut Vollenweider – Traben-Trarbach - Mosel

Vollenweider: kristallklare, schnörkellose und doch zutiefst sinnliche Moselrieslinge

4 Sterne
– Vinum Weinguide Deutschland 2026

„Wir waren buchstäblich überwältigt von der Qualität des Jahrgangs 2024. […] Die jüngsten Veränderungen am Anwesen sind schlichtweg atemberaubend!“ – Mosel Fine Wines (No. 81, 2026)

winzer_bild

 

Winzer*in
Moritz Hoffmann
Region
Mosel
Rebfläche
6 Hektar
Rebsorten
Riesling
Beste Lagen
Schimbock, Wolfer Goldgrube, Kröver Steffensberg
Zusammenarbeit
seit 2023
Historie
Gegründet im Jahr 2000

Die Mosel ist ein traditionelles Weinbaugebiet, weshalb es Neugründungen nicht ganz so leicht haben, national wie international beachtet zu werden. Damit gemeint sind auch Weingüter wie Vollenweider, die seit 1999 bestehen. In so manchem Weinführer wurde das Weingut in den letzten Jahren gar nicht erwähnt, doch so langsam ändert sich das wieder. Den Anfang hat national der Weinguide des Feinschmecker gemacht, Vinum ist nachgezogen und Jean Fisch und David Rayer von Mosel Fine Wines sind schon seit langer Zeit große Fans des Weinguts und entsprechend bewerten sie auch die aktuellen Entwicklungen: „The recent changes to the Estate are quite simply breathtaking!“ Und auch unsere US-amerikanischen Kollegen von Vom Boden wissen: „These are wines of consequence.“

Das Weingut Vollenweider befindet sich am Ortsausgang von Traben-Trarbach am Wolfer Weg, was genau passend ist, denn der wichtigste Weinberg des Weinguts liegt im Nachbarort Wolf. Die Größe des Weinguts selbst kann man kaum mit den fünf Hektar zusammenbringen, die Daniel Vollenweider und Moritz Hoffmann im Laufe der Zeit erworben haben. Obwohl es nur einen Steinwurf von der im Jugendstil erbauten ehemaligen Weinkellerei entfernt liegt, die noch davon zeugt, dass Traben-Trarbach einst neben Bordeaux die zweitwichtigste Weinhandelsmetropole Europas gewesen ist und die heute ein Buddha-Museum (sic!) beherbergt, scheint es dem Treiben komplett entrückt zu sein. Und genau das passt zum Selbstverständnis des Weinguts und seines Gründers Daniel Vollenweider.

Der andere Weg
Der Schweizer hat von vornherein einen Weg abseits der Moselromantik eingeschlagen. Da es ihm in seiner Heimat Graubünden aufgrund der hohen Grundstückspreise nicht vergönnt war, Wein zu machen, gründete er hier 1999 sein Weingut. Den Ausschlag gab damals der Genuss einer reifen Auslese aus dem weltberühmten Scharzhofberg. Dem „Mythos Mosel“, der Faszination für das einzigartige Terroir und dem günstigen Zeitpunkt – viele Winzer gaben damals Steillagen auf, die gerne zitierten „Filetstücke“ waren gerade noch erschwinglich – ist es zu verdanken, dass Daniel Vollenweider hier Fuß fassen konnte. Er entschied sich damals für die Wolfer Goldgrube mit ihren von der Flurbereinigung verschonten Parzellen und bis zu 120 Jahre alten wurzelechten Reben als Paradelage und vinifizierte seinen ersten eigenen Wein im Jahr 2000. Konsequente Spontanvergärung, Handlese aus Steillagen, Verzicht auf Herbizide und ein langsamer, schonender Ausbau der Weine im Stahltank waren von Beginn an die Grundpfeiler des Weinguts. Es ist der mühsamere Weg, der allerdings auch Weine hervorbringt, die nachhaltige Faszination ausüben.

Goldgrube: 100% Vollenweider
Das Weingut Vollenweider ist auch heute durch und durch mit der Wolfer Goldgrube verbunden – die ohne Daniel Vollenweider möglicherweise ebenso verbuscht wäre wie andere ehemals berühmte Lagen der Mittelmosel. Es verfügt über 4,5 Hektar der insgesamt sieben Hektar und elf Parzellen der Goldgrube. Sie sind auf verschiedene Gewanne verteilt, die ganz eigene Terroirs und damit sehr unterschiedliche Ausprägungen aufweisen. Ganze drei Hektar werden per traditioneller Einzelpfahlerziehung bewirtschaftet. Grauer Schiefer, durchsetzt mit eisenhaltigen Rotschieferadern, prägt die Wolfer Goldgrube, die in augenscheinlichem Kontrast zu vielen flurbereinigten Großlagen steht. Etwas weiter moselaufwärts bewirtschaftet man noch den Kröver Steffensberg und unweit des Weinguts den Trarbacher Burgberg und Schlossberg. Und dann wäre da noch – last but not least – der Trabener Schimbock. Diese lediglich einen halben Hektar große Parzelle ist Vollenweider-Monopol in direkter Verlängerung der Goldgrube. Roter Schiefer und rund 100 Jahre alte Reben bilden hier die Grundlage für den trocken ausgebauten Riesling, dessen Reifepotenzial immens ist.

Vollenweiders Weine wirkten – trocken wie fruchtsüß ausgebaut – stets in sich ruhend, leise und fast so introvertiert wie der Winzer selbst. Daniel hat puristische Rieslinge geschaffen, die den Schieferboden betonen, fast fruchtfrei und betont steinig ausfallen und vor allem – dies war Daniel Vollenweider stets wichtig – eine feste Struktur besitzen. Als Mitglied im „Klitzekleinen Ring“ fand Vollenweider seine Bestimmung. 2019 wurde bei ihm Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Im Juli 2022 ist er verstorben. Die Mosel hat damit einen der unter Kollegen wohl meistgeschätzten Köpfe verloren, einen Winzer, der die höchsten Ansprüche an sich selbst stellte, der Kompromisslosigkeit anstrebte und diese in seinem ganzen Tun und Schaffen lebte. Glücklicherweise hat die Mosel mit dem Tod Vollenweiders nicht das Weingut und die Weine verloren. Denn der genius loci wirkt in Moritz Hoffmann weiter, der ab 2019 an Daniels Seite gearbeitet und dem Daniel das Weingut vor seinem Tod überschrieben hat.

Stabübergabe und wohlüberlegte Neusortierung
Moritz studierte Weinbau in Geisenheim, absolvierte dann Stationen in Südtirol und in Australien, die ihm bewusst werden ließen, was er nicht wollte. Und so fand er schließlich zu Daniel Vollenweider, dessen Arbeitsweise seinen Idealvorstellungen entsprach. Von Beginn an hat er sich um die Bio-Zertifizierung des Weinguts gekümmert, die mit dem Jahrgang 2023 auch offiziell geworden ist. Zudem gab es eine gewisse Arbeitsteilung im Keller, denn Moritz hat sich mehr um die trockenen Weine und Daniel um die restsüßen gekümmert. Daniels Spätlesen und Kabinette waren legendär, wie die Kollegen von Vom Boden nicht müde werden zu betonen: „Vollenweider is quite simply, among the greatest practitioners of Kabinett on planet earth, try and buy as much of this as you can.“ Insofern hat Moritz an dessen Stilistik kaum etwas verändert.

Doch bei den trockenen Weinen und bei der gesamten Aufstellung des Weinguts sieht es anders aus. Moritz ist ein ähnlich ruhiger, überlegter, nachdenklicher und kluger Mensch, wie es Daniel war. Ein akribischer Arbeiter, eher öffentlichkeitsscheu und ganz der Qualität und dem Wert der Arbeit verpflichtet. Er wusste, dass er die Arbeit im Weinberg nicht würde alleine bewältigen können. Und glücklicherweise war da jemand, der seine Idee vom Weingut, vom Stil der Weine und seinen Arbeitsethos teilt. „Vinzent Ewest hat schon 2018 und 2020 hier auf dem Weingut gearbeitet, dann ist er 2021 bis 2023 ins Burgund gegangen und hat 2023 und 2024 wieder hier in Teilzeit gearbeitet und schließlich habe ich ihm das Angebot gemacht, dass wir das Weingut zusammen weiterführen – und er hat angenommen.“ Dabei war klar, dass Moritz und Vinzent vor allem bei dem trockenen Riesling eine etwas andere Vision für den Stil hatten als Daniel. Und sie wollten die Veränderungen klar und deutlich kommunizieren. Deshalb hat sich mit dem Portfolio der restsüßen 2025er und der trockenen 2024er die Flaschenausstattung ebenso verändert wie das Konzept. Die Optik ist etwas rauer, mehr DIY, mehr Turnschuhe, Hoodie und Basecap, also mehr Moritz und Vinzent. Für die trockenen Weine haben sie sich vier neue Stückfässer von Hösch angeschafft, die Ausbauzeiten auf 21 Monate festgelegt, früher gelesen und die Maischestandzeit verringert. „Den ‚Felsenfest‘ gibt es nicht mehr oder besser, es gibt ihn noch, aber er heißt jetzt einfach ‚Mosel Riesling‘. Den Namen ‚Felsenfest‘ haben die meisten nicht verstanden und ihn nicht mit einem Gutswein in Verbindung gebracht. Den ‚Wolfer‘ gibt es auch nicht mehr, denn wir müssen eigentlich keinen Ortswein machen, wenn wir in Wolf ausschließlich Parzellen in einer Grand-Cru-Lage haben. Also gibt es jetzt die drei Gewanne ‚Im Schöttel‘, ‚Unterste Jonpfad‘ und ‚Im Reiler‘.“ Wer die Weine probiert, dürfte schnell merken, dass die Prädikate weiterhin zum Besten zählen, was man in dieser Kategorie kaufen kann. Die trockenen Rieslinge sind aufsehenerregend, ehrlich, unverfälscht und von einer enormen Energie und Dynamik getragen.

Weine dieses Winzers

Bio
Mosel (Saar, Ruwer) Riesling (100 %) trocken nur noch 2 Mal verfügbar
Bio
Mosel (Saar, Ruwer) Riesling (100 %) trocken 97/100 – James Suckling
95/100 – Mosel Fine Wines
Lieferbar
Bio
Mosel (Saar, Ruwer) Riesling (100 %) trocken Edelstahl | Holz 91/100 – Mosel Fine Wines Lieferbar
Bio
Mosel (Saar, Ruwer) Riesling (100 %) trocken großes Holzfass > 300 l 95+/100 – Mosel Fine Wines nur noch 5 Mal verfügbar
Bio
Mosel (Saar, Ruwer) Riesling (100 %) trocken 97/100 – James Suckling
95/100 – Mosel Fine Wines
Lieferbar
Bio
Mosel (Saar, Ruwer) Riesling (100 %) süß Edelstahl 93/100 – Mosel Fine Wines Lieferbar
Bio
Mosel (Saar, Ruwer) Riesling (100 %) trocken Edelstahl | Holz 96/100 – Mosel Fine Wines nur noch 1 Mal verfügbar
Bio
Mosel (Saar, Ruwer) Riesling (100 %) trocken Edelstahl | Holz 93/100 – Mosel Fine Wines Lieferbar
Bio
Mosel (Saar, Ruwer) Riesling (100 %) süß Edelstahl 94/100 – Mosel Fine Wines Lieferbar
Bio
Mosel (Saar, Ruwer) Riesling (100 %) süß Edelstahl 96/100 – Mosel Fine Wines Lieferbar
Bio
Mosel (Saar, Ruwer) Riesling (100 %) süß Edelstahl 98/100 – Mosel Fine Wines Lieferbar