Massolino: Eines der zehn besten Güter des Piemonts, dessen konzentrierte Barolo-Weine gleichwohl mit Finesse und Eleganz betören!
„Massolino gehört zu den Weingütern, die ich aufgrund der Konsistenz der Weine in ihrem gesamten Sortiment an die Spitze der piemontesischen Hierarchie setze. Die Einstiegsweine sind ein absoluter Genuss.“ – Antonio Galloni (Vinous)
| Winzer*in |
|
Franco und Roberto Massolino
|
| Region |
|
Piemont
|
| Rebfläche |
|
36 Hektar
|
| Rebsorten |
|
Rot: Nebbiolo, Barbera, Dolcetto
Weiß: Chardonnay, Moscato Bianco
|
| Beste Lagen |
|
Margheria, Parafada, Vigna Rionda, Parussi
|
| Zusammenarbeit |
|
seit 2015
|
| Historie |
|
1896 gründete der rührige Giovanni Massolino das Gut
|
„Das Jahr 2022 wird letztendlich als Wendepunkt für den Barolo in Erinnerung bleiben: das Jahr, das die Appellation endgültig in die Moderne geführt hat […] Für Liebhaber des Barolo alter Schule – dunkel, teerig, einschüchternd und für jahrzehntelange Lagerung im Keller bestimmt – ist dies nicht das richtige Jahr. Doch für diejenigen, die sich zu ausdrucksstarken, vielschichtigen Weinen hingezogen fühlen, die Großzügigkeit mit Präzision in Einklang bringen, sticht 2022 als wunderschöner und fesselnder Jahrgang hervor. Die Weine sind kräftig, aber ohne jene kantigen Ecken und Kanten, die eine lange Lagerung erfordern. Auch wenn sich über ein Jahrzehnt oder mehr zweifellos noch zusätzliche Komplexität entwickeln wird, macht die Ausstrahlung, die sie bereits jetzt verströmen, sie schon heute äußerst reizvoll.“ – James Suckling
Die internationale Weinpresse überschüttet Jahr für Jahr sämtliche (!) Weine, vom „kleinen” Dolcetto bis zu den Weltklasse-Baroli, überschwänglich mit Lob. Völlig zu Recht! Der Barolo, sein Boden, eine Familie, vier Generationen, 100 Jahre Arbeit und eine große Liebe zum eigenen Land: Massolino, das bedeutet Innovationen im Zeichen der Tradition! Die Geschichte von Familie Massolino und ihrer betörenden Weine beginnt im Jahr 1896 und ist eng mit der Geschichte des berühmten Städtchens Serralunga d’Alba im Herzen des Piemonts verbunden. Damals nämlich gründete der rührige Giovanni Massolino das Gut. Er war dann auch der Erste, der den elektrischen Strom und den Dampfdrescher ins Dorf brachte. Dieser unternehmungsfreudige, kreative Mann zeigte also legte schon damals die Tugenden an den Tag, welche die sympathische Familie bis heute auszeichnen: Sie sind für innovative Ideen durchaus aufgeschlossen, produzieren dennoch mit großer Leidenschaft und enorm viel Herzblut ihre einer traditionellen Stilistik verbundenen, inzwischen weltberühmten Kreszenzen. Diese authentischen Weine bewahren die Typizität der autochthonen Rebsorten des Piemonts und sind Abbild der tiefen Verbundenheit ihrer Schöpfer mit der wunderbaren Landschaft der Langhe.
Mit den legendären Weinbergen Margheria, Parafada und Vigna Rionda ist Massolino im Besitz von drei der wichtigsten und berühmtesten Einzellagen in Serralunga: Kalkhaltige Böden, teilweise mit Anteilen von Sand durchsetzt, bringen hier langlebige Weine voller Eleganz sowie mit tiefen mineralischen und würzigen Noten hervor, spektakuläre Qualitäten, die Liebhaber in aller Welt zu schätzen wissen. In den unterirdischen Kellern der Azienda reifen diese betörenden Preziosen dann unter optimalen Bedingungen in traditionellen Holzfässern und gehören schon seit Jahren zu unseren persönlichen Lieblingsweinen! Warum? Nun, in Massolinos großen Rotweinen findet sich die Quintessenz der Nebbiolotraube. Es sind betörende, langlebige Tropfen von unerhörter Komplexität und Fruchtfülle, von großer Kraft und innerer Dichte. Und das, gepaart mit einer Feinheit und Eleganz, die so nur die wenigsten Spitzenweine aus den bedeutendsten Lagen der Welt aufzuweisen vermögen. Weine großen, individuellen Charakters und einzigartiger Typizität, Lichtjahre entfernt von den austauschbaren Keller-Konstrukten internationalen Langeweiler-Stils. Die Brüder Franco und Roberto, die heute das Familiengut Massolino leiten, gehören zu den leisen Stars ihrer traumhaft schönen Region und lassen stets die Qualitäten ihrer grandiosen Weine sprechen, die in ihrer traditionellen Stilistik die Seele ihrer unvergleichlichen Landschaft am Fuße der Berge widerspiegeln.
Ist es nicht interessant, dass in nahezu allen Bereichen unseres Lebens die Moderne als Fortschritt gewertet wird, die Jagd nach dem vermeintlich Besseren sich durch sämtliche Bereiche zu ziehen scheint, das Thema Wein davon allerdings ausgenommen ist? Wir erleben momentan seitens der jüngsten Winzer-Generation – hierbei handelt es sich um einen gut ausgebildeten, international weit gereisten Nachwuchs, der von einem technischen Weinwissen profitiert, das noch eine Generation zuvor undenkbar gewesen wäre – eine bewusste Rückkehr zum Ursprünglichen und Handwerklichen. Und keine Region der Welt verkörpert dies wohl besser als das Piemont, mit seinen beiden auf ewig entzweiten Lagern: hier die Traditionalisten, dort die Modernisten.
COSA C’È DI NUOVO?
In der sanft gewellten Hügellandschaft der Langhe im Piemont, dem „Land am Fuße der Berge“, dieser mit herbem Charme und kulinarischen Köstlichkeiten verzaubernden Provinz im Nordwesten Italiens, wird zwar seit Menschengedenken Wein angebaut. Aber zu wahrem Ruhm hat der Region erst die Nebbiolo- Rebe verholfen, aus deren Trauben die bei Kennern in aller Welt begehrten, ungemein komplexen und extrem langlebigen Barolo- und Barbaresco-Weine erzeugt werden. In den letzten Jahren scheint es so, als suchten wirklich qualitätsbesessene Winzer die Rückkehr zu echter, gewachsener Tradition. So etwa Familie Massolino, deren Nebbiolo-Trauben stets großes Holz aus slawonischer Eiche statt Barriques sehen. Dafür nehmen die beiden Brüder bewusst in Kauf, nicht jedem zu gefallen. Was zählt, gerade wenn man in historischen Kontexten denkt und arbeitet, ist Authentizität. Und somit schärfen sie bereits in vierter Generation ihr Profil.
Neu ist, dass wir uns seit wenigen Jahren über gleich zwei Barbareschi aus dem Hause Massolino freuen können! Bei allen Neuerungen kristallisiert sich dabei ein Ansatz heraus, der dieses Gut seit 1896 prägt: das pure Streben nach Exzellenz!