Savigny, wie man es sich wünscht: konstant großartig, terroirbetont, Anmut und Eleganz vor Kraft und Fülle – Guillemot!
„Genau die Art von Burgunder, die man einfach trinken möchte.“ – Neal Martin (Vinous)
| Winzer*in |
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Philippe und Vincent Guillemot
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| Region |
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Burgund
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| Rebfläche |
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7 Hektar
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| Rebsorten |
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Pinot Noir, Chardonnay, Pinot Blanc
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| Beste Lagen |
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Grand Crus:
Corton
1er Crus:
Savigny.lès-Beaune „Aux Serpentières“
Savigny.lès-Beaune „Les Narbantons
Savigny.lès-Beaune „Les Jarrons“
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| Zusammenarbeit |
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seit 2018
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| Historie |
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1946 übernimmt die Familie Guillemot die Domaine
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2024, ein Jahr der Eleganz mit Seltenheitswert: „Der Jahrgang 2021 bietet hier den naheliegendsten Vergleichspunkt: mit ihren eher hellen Farbtönen, den vorwiegend nach roten Früchten schmeckenden Aromen und dem im Allgemeinen mittelkräftigen Gaumen […] Die winzigen Erträge im Jahr 2024, vor allem bei den Rotweinen, bedeuten, dass es so wenige Flaschen gibt, dass dieser Jahrgang wahrscheinlich bei vielen Verbrauchern kaum eine Rolle in ihrem Burgunder-Gedächtnis spielen wird.“ – William Kelley (Robert Parker Wine Advocate)
„Wenn man wirklich authentische, richtig gute Burgunder haben will, die noch bezahlbar sind, wäre das eine richtig gute Idee!“ – Marcus Hofschuster (wein.plus)
„Was uns extrem wichtig ist, ist zu zeigen, dass unsere Weine über die Jahrzehnte jahrgangsunterschiedlichen Charakter verströmen, über all die Zeiten aber immer dieselbe Handschrift besitzen. Wir optimieren unsere Arbeitsmethoden, ohne aber den grundsätzlichen Stil der Weine zu verändern.“ – Philippe Guillemot
Die Weine der nur sieben Hektar umfassenden Domaine Pierre Guillemot sind aus dem Pinard-Portfolio nicht mehr wegzudenken und erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Obwohl wir sie erst seit dem Jahrgang 2017 direkt importieren, fühlt es sich so an, als ob die Guillemot-Brüder schon viel länger unser Sortiment bereichern würden. Das liegt auch daran, dass wir hier mit großer Herzlichkeit empfangen wurden und sofort so etwas wie Familienanschluss hatten. Bei unseren Reisen legen wir den Termin in Savigny-les-Beaune daher seit jeher auf den Abend, weil wir wissen, dass diese gottlob stundenlangen Verkostung immer in der Schatzkammer endet, wo uns Vincent und Philippe alljährlich die Konstanz und das Reifepotenzial ihrer Burgunder beweisen. Die Brüder wissen, dass ihre Zeit gekommen ist, arbeiten dennoch seit einigen Jahren mit erhöhter Energie. Völlig gegen den Trend der Super-Domaines bepreisen sie ihre Weine dafür nach wie vor erfreulich moderat, was auch dazu führt, dass deutlich mehr unserer Kunden in den Genuss dieser qualitativ hervorragenden Weine kommen und sich von ihrer Klasse überzeugen können.
Aktuell steht der Jahrgang 2024 ins der Haus, der bei Weitem für die meisten Betriebe an der Côte d’Or anspruchsvoll gewesen sein muss, denn welcher Winzer verschmerzt schon Verluste von bis zu 80%? Ein feuchtes Frühjahr mit früher Blüte, kühle und regenreiche Sommermonate sowie hoher Mehltaudruck sorgten für außergewöhnlich geringe Erträge – bei Rotwein stellenweise so knapp wie selten zuvor. Wer dieser Herausforderung mit akribischer Arbeit im Weinberg begegnete, wurde jedoch belohnt: Ein trockenes, kühles Erntefenster Mitte September brachte gesundes, reifes Lesegut ohne Fäulnisdruck. Die Weißweine profitieren am meisten von diesem Jahrgangscharakter: Chardonnay aus den besten Lagen zeigt eine knackige, kühle Frucht mit beeindruckender Klarheit – ein Stil, der an die gefeierten 2014er erinnert, dabei aber zugänglicher und früher trinkbar ist. Die Rotweine präsentieren sich transparent, filigran und von roten Beerenfrüchten sowie floralen Nuancen geprägt – für William Kelley vergleichbar mit dem beliebten 2021er-Jahrgang, streuen qualitativ aber breiter. Die besten Erzeuger erzielten dennoch überraschend dichte, strukturierte Weine mit Charakter. Durch die niedrigen Erträge ist 2024 ein besonders rarer Jahrgang, der sich ideal für Liebhaber eines kühleren, eleganten Burgunder-Stils eignet – mit begrenzter Verfügbarkeit und entsprechend hohem Sammlerwert.
Was Philippe und Vincent Guillemot hier vinifiziert haben, tut der Appellation unglaublich gut, denn die Weine zeigen über die ganze Kollektion hinweg die Klasse, die man in Savigny-lès-Beaune erreichen kann. William Kelley, Kritiker für den Wine Advocate, der das Burgund wie wenige andere Parzelle für Parzelle kennt, zumal er seit kurzem dort auch selbst (und erfolgreich!) unter die Winzer gegangen ist, hat die 2024er noch nicht verkostet aber berichtete im Vorjahr: „Wie sich die Leser erinnern werden, ist dieses sieben Hektar große Weingut eher klassisch ausgerichtet: Die Rotweine gären in temperaturkontrollierten Holztanks, auf die eine Reifung mit einem moderaten Anteil an neuen Holzfässern folgt. Ganztraubenvergärung spielt hier eine immer größere Rolle. Die Weine sind bemerkenswert zuverlässig, übertreffen in schwierigen Jahren die Erwartungen und überzeugen in günstigeren Jahrgängen voll und ganz.“
Der Jahrgang 2024 bei Domaine Guillemot: „back to the roots"
Auch für Philippe Guillemot war 2024 ein Jahr, das ihn an Zeiten erinnerte, die man in Burgund lange nicht mehr erlebt hatte. Mit nur 25 hl/ha bewegt sich der Ertrag auf einem historisch niedrigen Niveau – ein echtes „Retour en arrière", wie er selbst den Jahrgang betitelt. Der Mehltau griff früh und unerbittlich an: Die Blüte vertrocknete regelrecht, rund 30 % des Ertrags gingen dadurch verloren. Was den Krankheitsdruck angeht, zieht Guillemot Parallelen zu 2014; sensorisch sieht er eher Verwandtschaft mit 2007. Für ihn steht fest: 2024 ist bei den Weißweinen besonders stark – passenderweise auch das Geburtsjahr seiner Tochter. Philippe selbst nennt 2024 „einen großartigen Weißweinjahrgang" und hat bewusst viel zurückgelegt, da die Weine erst in zehn Jahren ihr volles Potenzial zeigen werden. Beim Rotwein liegt die der Ganztraubenanteil (vendange entière) bei rund 10 % und die Mengen sind durch die Bank drastisch reduziert – vom Bourgogne Rouge (10 statt 25–30 Pièces) bis zu den Serpentiers (8 statt 35 Fässer). Stilistisch zeigt sich 2024 als klassischer, eleganter Jahrgang mit festem Tannin-Gerüst, der Zeit zur Reife braucht; besonders die Grands Picotins und Savigny Vieilles Vignes verkörpern diesen drahtigen, feinkörnigen Charakter. Die Höhepunkte bilden für uns der Narbantons 1er Cru (nur zwei Pièces, aktuell Philippes bester Wein) und der Corton Grand Cru mit seiner seidigen, dunkelfruchtigen Tiefe und großem Potenzial.
Zum Reifepotenzial: 2024 bewertet Philippe als einen Jahrgang für längeren Ausbau im Fass: Die Weine brauchen Textur, Reife und Zeit, damit sie auf der Flasche ebenfalls Lagerpotenzial besitzen. Ein Blick in die Vergangenheit stützt das – die 1999er und 1993er Serpentiers zeigen bis heute Charme und Stabilität, mit einem Reifefensterl von rund 35 Jahren, während der Narbantons tendenziell früher seinen Höhepunkt erreicht. Was uns dabei gefällt: die Weine sind trotzalledem bereits jetzt sehr schön zugänglich!
Zum Terroir Savigny-lès-Beaune
Nördlich von Beaune liegt die hübsche Gemeinde Savigny-les-Beaune. Sie steht – glücklicherweise noch – etwas im Schatten ihrer international heißbegehrten Nachbarn von der Côte de Nuits, wohl auch, weil die überwiegend roten Weine dieser Region von der Côte de Beaune nicht so stark wahrgenommen werden wie die der legendären Weißweingemeinden Meursault, Chassagne- und Puligny-Montrachet. Dabei trumpft sie mit dem sowohl für Weißweine als auch Rotweine exzellenten Grand Cru Corton-Charlemagne auf, der in U-Form mit einem das Haupt schmückenden Waldstück majestätisch über den Gemeinden Ladoix-Serrigny, Aloxe-Corton und Pernand-Vergelesses thront.
Die Domaine Pierre Guillemot besitzt hier im Filetstück „Corton Le Rognet“ einige Parzellen. Das Herzstück der Domaine, und für uns die eigentliche Sensation, bilden allerdings die verschiedenen 1er-Cru-Lagen aus Savigny-lès-Beaune, allen voran das Flaggschiff des Hauses, der „Les Serpentières“, dem wohl stärksten „innerbetrieblichen“ Konkurrenten des Grand Crus. Es gibt noch eine weitere Besonderheit, die man bei Guillemot über Generationen hinweg bewahrt hat: Etwas Pinot Blanc, der im Burgund übrigens ursprünglich selbst in den Grand Crus noch vor wenigen Jahrzehnten verschnitten wurde, befindet sich immer noch im Besitz der Familie und geht in den mittlerweile recht kultigen (vor allem bei den Amerikanern extrem beliebten) Villages-Wein „Le Dessus Gollardes“ ein. Ein Wein, den Sie probieren müssen, aromatisch völlig überraschend und für das Burgund unerwartet, und dessen Reifepotenzial uns tatsächlich verblüfft hat! Savigny-lès-Beaune bringt im Allgemeinen einen eher kernigen Pinot Noir hervor. Die Eigenheit der Weine war schon immer ihr robustes Rückgrat und die fleischige Struktur in der Jugend, bei gleichzeitig finessenreicher roter Frucht und feiner Würze. Genau diese Stärken wissen Philippe und Vincent zu wahren. Allerdings gelingt es ihnen wie wenigen anderen Betrieben, bereits in jugendlichem Stadium allen Weinen enormen Charme mitzugeben. Ihre Weine erweisen sich als Burgunder klassischer Prägung, deren Kennzeichen Finesse und Balance sind. Sie strahlen große Klasse aus und sind idealtypische Zeugnisse des Terroir-Gedankens, der diese Region für viele Weinliebhaber zu einer der attraktivsten in der Welt des Weinbaus macht. Dank alter Reben aus dem Familienbesitz, dem Wissen, dass sich ihre Weine so hervorragend entwickeln (wir kennen wenige Betriebe im Burgund, die einen derart „kompletten“ Bestand alter Weine pflegen und so auch wirklich genau wissen, wie sich die Weine über Jahrzehnte verändern), aufwändiger, traditioneller Arbeit in den Weinbergen und gleichzeitig moderner Ausbildung, kann die jüngste Generation der Domaine Pierre Guillemot einer verheißungsvollen Zukunft entgegenblicken, die wir mit größtem Interesse begleiten werden!
Liebe Kunden, das „Minenfeld“ Burgund kann manchmal frustrierend komplex sein. Eine immer gültige Weisheit, die wir aus all unseren Besuchen in die geliebte Region immer wieder mitnehmen und predigen: Über jeder Lage, jedem Jahrgang und jeder Vinifikationsmethode steht zunächst der Winzer. Wir haben noch nie einen Grand Cru getrunken, der uns nachhaltig in Erinnerung geblieben wäre, aber von einem leidenschaftslosen Winzer vinifiziert wurde, oder aus Jahrhundertjahrgängen aus unbekanntester „Jottwede“-Lage Traumweine im Glas gehabt. Der Winzer und sein Talent, seine Feingeistigkeit und Aufmerksamkeit entscheiden zunächst über die Qualität eines guten Burgunders. Die Exzellenz der Lagen ist ein Instrument jener Winzer, die deren Möglichkeiten aufblühen lassen und zur Vollendung führen können. Oder aber eben beschneiden. Es ist noch niemand ein Violinvirtuose geworden, nur weil er eine Stradivari besaß. Vincent und Philippe Guillemot aber sind solche begnadeten Künstler, die allerdings viel lieber eines sind: echte Winzer! Mit ihren höchst authentischen Terroir-Weinen aus Savigny-lès-Beaune überzeugen sie durch exzellentes Handwerk und Respekt vor der Tradition. Und das zu Preisen, die – im Kontext Burgund – unmöglich günstig scheinen. Es ist ein Glücksfall, bei vergleichsweise niedrigen Preisen, wie es hier der Fall ist, Weine von derartiger Exzellenz und solch großem Reifepotenzial zu finden. Daher haben wir einige Weine im Magnum-Format erworben, wohlwissend, dass diese nach vielen Jahren für große Überraschung sorgen werden! In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Vergnügen mit diesen exzellenten Botschaftern Burgunds!